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Die gewichtige Stimme unseres Bundespräsidenten, Joachim Gauck – ein ehemaliger Bürgerrechtler aus der DDR – haben wir bisher noch nicht im Zusammenhang mit den Flüchtlingsprotesten gegen die diskriminierende Asylpolitik gehört. Aber das kann sich ja ändern und wir können alle etwas dafür tun.

Richtet Euren Brief per email an: bundespraesidialamt@bpra.bund.de

Wenn Ihr wenig Zeit zum schreiben habt, laßt Euch inspirieren entweder von Stephan Urbach, der mit dem Bundespräsidialamt telefonierte und daraufhin einen ersten Brief schrieb, den er gern zur Weiterverwendung zur Verfügung stellt: VOILA

oder von einem Brief von mir – Anke DB – den Ihr auf Pastebin findet und alternativ hier nachfolgend, bedient Euch mit beliebigen Textbausteinen:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
    Ich wende mich an Sie, weil ich nicht mehr mit ansehen kann, wie in Deutschland, mitten in unserer Hauptstadt, Menschenrechte mit Füßen getreten werden und wie nach meinem Rechtsempfinden der Art 1 des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt wurde, weil täglich die Menschenwürde von besonders schwachen Mitgliedern unserer Gesellschaft verletzt wird Continue Reading »

Über Campact gibt es eine Petition, die Ihr unterschreiben könnt – wenn Ihr Euch auch dafür einsetzen wollt, dass die Flüchtlinge menschenwürdiger behandelt werden.

Unterschreiben könnt Ihr hier:

https://www.change.org/de/Petitionen/duldung-der-fl%C3%BCchtlingsproteste-am-brandenburger-tor-refugeecamp?

Mindestens bis zum 5.11.2012 sind die Flüchtlinge noch an ihrer Mahnwache am Pariser Platz. Helft mit, ihre Situation zu verbessern und sie vor Schikanen zu schützen!

Auf ihrer Website, refugeetentaction.net, ist ein Spendenkonto der protestierenden Geflüchteten angegeben.
Ihr könnt mit einer Spende an folgendes Konto unterstützen:

Förderverein Karawane e.V.
GLS Gemeinschaftsbank eG
Stichwort: Protestmarsch Berlin
Kontonummer: 4030780800
Bankleitzahl: 43060967
IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Linksammlung zu Medienberichten nach der Aktion #tits4humanrights über das Refugeecamp (d.h. alle Berichte über das Camp – nicht nur solche, die sich auf die Aktion beziehen!)

Anmerkung: Diese Linksammlung ist work in progress. Sie wird fortlaufend ergänzt. Wir freuen uns über Hinweise auf neue Meldungen oder Korrekturen als Kommentar!

03.11.2012

02.11.2012

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01.11.2012

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31.10.2012

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30.10.2012

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29.10.2012

Fotografen, Geflüchtete, Angezogene
Foto von Enno Lenze (ennolenze.de)

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Und die Twittertrends am 29.10.2012

28.10.2012

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Flickr Streams und andere Bilderstrecken

Seit dem 24. Oktober 2012 protestieren geflüchtete Menschen am Brandenburger Tor, mitten in Berlin, gegen die unmenschlichen Bedingungen für Asylsuchende in Deutschland. Sie sehen keinen anderen Weg mehr, als in den unbegrenzten Hungerstreik zu treten.

Unter Einsatz ihres Lebens fordern sie:
  • die Abschaffung der Residenzpflicht,
  • die Abschaffung des bestehenden Abschiebegesetzes,
  • den Stopp von Abschiebungen,
  • die Abschaffung der Lager und Sammelunterkünfte für Flüchtlinge,
  • die Anerkennung aller Asylsuchenden als politische Flüchtlinge,
  • eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge,
  • ein Leben in Würde in Deutschland.
Bisher wurden der Protest und der Grund dafür – das drängende innenpolitische Problem der unmenschlichen Asylpolitik – von den Medien so gut wie ignoriert.
Gestern morgen hat Laura Dornheim daher per Twitter einige Journalist*innen gebeten, über das Refugee Camp der Geflüchteten und Hungerstreikenden am Brandenburger Tor zu berichten.
Daraufhin kam von einem BILD-Journalisten die Rückfrage, ob Johannes Ponader (der politische Geschäftsführer der Piratenpartei) anwesend sei. Laura war wütend ob dieser Ignoranz und “Köpfe-Geilheit” und hat geantwortet: “Ich weiß es nicht. Aber Menschen, die hungern, verdammt. Und ja, auch genügend Piraten-Mandatsträger. Und wenn es Dir hilft stell ich mich da oben ohne hin!”
Die Antwort folgte prompt und war – im Gegensatz zu meiner wütenden Nachricht – offensichtlich absolut ernst gemeint: “Wenn Du das wirklich machst, schnapp ich mir jetzt nen Fotografen und komme sofort. Deal?”
Allein die Idee, dass das ein ernsthafter Vorschlag von Laura gewesen sein könnte, hat enormes Facepalm-Potential. Als ob sie als vernunftbegabter Mensch tatsächlich derartige “Deals” mit der BILD machen würde.
Laura hat trotzdem angefangen so zu tun, als ob sie tatsächlich dieses Angebot nutzen würde, um den Geflüchteten Medienaufmerksamkeit zu verschaffen.
Gleichzeitig hat sie mit diversen Supporter*innen des Refugee Camps gesprochen und überlegt, wie wir den Spieß umdrehen können. Von Anfang an war klar, dass Brüste zeigen (in diesem Fall) keine adäquate Protestform ist und wir nicht noch mehr Sexismus in den Boulevard bringen wollen.
So entstand die Idee, anzukündigen, dass wir als Gruppe gemeinsam unsere Brüste zeigen. Um Journalist*innen der BILD – aber eben auch allen anderen, die bisher kaum oder gar nicht über das Refugeecamp berichteten, zu so einer Aktion dann aber kommen – einen Spiegel vorzuhalten. Diesen Plan haben wir mit den Geflüchteten abgesprochen, sie haben ihn im Plenum diskutiert und für gut befunden. Wichtig war uns allen, dass wir uns nicht ausziehen und trotzdem bzw. gerade deswegen Presse und notwendige Aufmerksamkeit für das Camp und die Forderungen der Hungerstreikenden bekommen.
Wir wollen auch zeigen, wie Massenmedien in diesem Land funktionieren. Es gilt immer noch: Sex sells. Es reicht nicht, dass Menschen bereit sind, in den Hungerstreik zu treten – nein, es braucht “Titten”, damit darüber berichtet wird.
Bitte: Informiert Euch, solidarisiert Euch, engagiert Euch!
Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte!
Wir das sind:
Anne Helm @seeroiberjenny
Anke Domscheit-Berg @anked
Felix Just @felixjust
Julia Schramm @laprintemps
Laura Dornheim @schwarzblond
Links mit Informationen zum refugeecamp:
(1) http://refugeetentaction.net/ Umfassende Informationen der Geflüchteten zu Protest und Hungerstreik
(2) http://riotmango.de/refugeeprotest-englische-flyer-zum-drucken-verteilen/ Flyer with demands of refugees in English (pdf)
(3) http://www.proasyl.de PRO ASYL informiert zu den Problemen des deutschen Asylrechts
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